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Die historische Erfahrung macht Polen zu einem Risikofaktor im Ukraine-Krieg: Die Überreaktionen können fatale Konsequenzen haben

Geografie ist Schicksal. Wenige Länder wissen das besser als Polen – aus schmerzlicher Erfahrung

Flach ist das Land, keine Gebirgszüge oder Ströme bremsen Panzerkolonnen und Infanterieregimenter. Und Polen hat zwei grosse Nachbarn, die immer wieder diese Topografie genutzt haben.

Entsprechend tief sitzt das Misstrauen gegen Deutsche und Russen. Wirklich trauen tut man keinem.

ANDRZEJ JACKOWSKI / KEYSTONE
epa12382735 Polish Prime Minister Donald Tusk during a visit to the Central Air Force Training Area in Ustka, northern Poland, 16 September 2025. The visit took place as part of the 'Autumn Fire-25' combined fire support training exercise, one of the elements of 'Iron Defender' &#x2013
ANDRZEJ JACKOWSKI / KEYSTONE

Derzeit ist das Misstrauen gegenüber Russland grösser. Der vorläufig letzte Besatzer kam aus Moskau, nicht aus Berlin. Und Russland führt Krieg gleich hinter der Grenze.

Es ist also nachvollziehbar, wenn Warschau mitunter hypernervös agiert. Zuletzt stiegen polnische Jets auf, obwohl der eigene Luftraum nicht verletzt worden war.

Verständlich, aber nicht unbedingt zu billigen. Die Überreaktionen können fatale Konsequenzen haben. Sie können von Russland missverstanden werden und zu einem direkten Schlagabtausch führen. Oder die Nato-Verbündeten so kribbelig machen, dass deren Finger noch mehr am Abzug zittert.

Höchste Zeit, mässigend auf Warschau einzuwirken.

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