Jetzt aber fix. Eile ist geboten. Es gilt Schlimmes zu verhindern. Ein schnelles Ende des Blutvergiessens in der Ukraine.
Zynisch, zugegeben. Aber wie sollte man es nennen, wenn Friedrich Merz seinen Terminkalender freischaufelt, um Krisengespräche zu führen über den neuen Friedensplan der Amerikaner.
Er will Donald Trump ja nicht gratulieren. Im Kanzleramt herrsche Alarmstimmung ob der drohenden Kapitulation Kiews, hiess es. Man müsse Trump klarmachen, was er anrichte.
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Schon einmal hatte sich der deutsche Kanzler an die Spitze einer europäischen Bewegung gesetzt, die eine Übereinkunft torpedierte, weil sie zu Lasten der Ukraine ging. Ob es auch diesmal klappt?
Wahrscheinlich nicht. Der Ukraine gehen die Soldaten aus, Millionen wehrpflichtiger junger Männer sind aus dem Land geflüchtet. Und Europa geht das Geld aus. Die Pläne, das russische Staatsvermögen zu stehlen, zeigen, dass man auf dem letzten Loch pfeift.
Vor allem aber scheint das Hauptargument der Europäer nicht mehr zu ziehen: Dass nichts ohne Einverständnis Kiews entschieden werden dürfe. Doch dort zeichnet sich ein Umschwung ab.
«Das ist einer der schwierigsten Momente in unserer Geschichte», stimmte Staatschef Selenskyj die Ukrainer ein. Das Land stehe «vor einer sehr schwierigen Wahl»: entweder die Würde zu verlieren oder einen wichtigen Partner.
Dieser Partner sind die USA, und die Europäer werden ihn nie ersetzen können. Würden sie den Krieg fortsetzen, gäbe es noch mehr Tod und Zerstörung. Und am Ende ein noch schlechteres Ergebnis für die Ukraine als jetzt.
Wann kommt diese Botschaft an?