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Die Energiekrise läuft aus dem Ruder, aber die EU bleibt stur: Kein Molekül von russischem Gas oder Öl darf nach Europa

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Die Energiekrise läuft aus dem Ruder, aber die EU bleibt stur: Kein Molekül von russischem Gas oder Öl darf nach Europa
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Europas Gasspeicher sind leer. Der Ölpreis geht durch die Decke, die Energie-Situation der EU ist alles andere als rosig. Brutal spürt die Industrie die Folgen. Die Verbraucher – die Wähler – versucht die Politik so lange wie möglich zu schützen.

Vorrangig wäre es, rasch Abhilfe zu schaffen. Einige Politiker haben schon Naheliegendes ins Gespräch gebracht: Gas- und Öllieferungen aus Russland. Günstig, zuverlässig, sauber.

Jan Woitas/DPA/Keystone
Ölraffinerie Leuna in Sachsen-Anhalt.
Jan Woitas/DPA/Keystone

Nicht mit Ursula von der Leyen und ihren Kommissaren. Ihr für Energie zuständiger Mann, der Däne Dan Jørgensen, hat dies vehement ausgeschlossen: «Kein einziges Molekül» aus Russland werde seinen Weg in die EU finden. Damit würde man Moskaus Angriffskrieg in der Ukraine finanzieren. Dass die EU mit dem Kauf von LNG aus den USA Washingtons Angriffskrieg im Iran finanziert, ist Jørgensen nicht aufgegangen.

Ebenfalls nicht verstanden hat er, dass er Verantwortung für Wohlergehen und Wohlstand der EU-Bürger hat. Sie sind wichtiger als ein Gesichtsverlust, der drohen würde, weil sichtbar wäre, dass sich die EU mit dem Russen-Embargo ins eigene Fleisch geschnitten hat.

Wahrscheinlich bewahrheiten sich Jørgensens Worte anders, als er denkt. Wladimir Putin hat schon laut darüber nachgedacht, ob er überhaupt wieder Energie in die EU liefern soll.

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