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Die Deutschen beklagen rekordhohe Einbürgerungszahlen – aus Schweizer Sicht kann man darüber nur schmunzeln

«Der deutsche Pass wird inflationiert», beklagt sich das Magazin Cicero. Die deutsche Bürokratie sei sonst nicht gerade für ihre Dienstfertigkeit berühmt, aber «in Sachen Einbürgerungen legt sie ein atemberaubendes Tempo vor», so das Blatt.

Was ist passiert?

Im vergangenen Jahr erhielten laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden 291.955 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent.

© TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
Ein Angehoeriger des Grenzwachtkorps durchsucht am Zoll des Bahnhofs Chiasso einen Migranten, aufgenommen am Samstag, 20
© TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI

Aus Schweizer Sicht kann man über die Aufregung nur schmunzeln. Die Eidgenossenschaft zählt rund 9,2 Mal weniger Einwohner als der nördliche Nachbar. Doch in der Schweiz erhielten 2024 40.685 Personen den roten Pass, 2023 waren es 41.701 und 2022 41.890 Ausländer. 2017 wurde gar der Spitzenwert von 46.060 Leuten erreicht.

Will heissen: Um das Niveau der Schweiz zu erreichen, müssten die Deutschen rund 375.000 Einwanderer zu neuen Staatsbürgern machen und die deutschen Ämter noch fleissiger werden – und das über viele Jahre.

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