Die Medien berichten regelmässig über hohe Saläre, Home-Office und lukrative Nebenjobs bei den Angestellten des Bundes. Einen schroffen Kontrast zu diesem wahren Schlaraffenleben der Bundesbeamten erleben manche Grenzwächter beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.
Der Kontrast zwischen dem, was über die Bundesangestellten berichtet wird, und der Alltagsrealität der Grenzwächter könnte grösser nicht sein, wird der Weltwoche berichtet. Während andere Mitarbeiter des Bundes tatsächlich in den Genuss von zahlreichen Segnungen und Erleichterungen kommen, durchlaufen die Grenzwächter eine extrem gedrängte, verdichtete Umschulung mit der Bezeichnung «Allegra». Gleichzeitig steigt der operative Druck, die Fluktuation unter erfahrenen Kolleginnen und Kollegen nimmt spürbar zu, und viele langjährige Mitarbeitende überlegen sich ernsthaft den Ausstieg.
Christian Beutler/Keystone
Während sich der Eindruck bestätigt, dass in manchen Bereichen der Bundesverwaltung sehr komfortable Bedingungen herrschen, dominieren an der operativen Basis Frust, Überforderung und Personalmangel. Es wäre wichtig, dass auch diese Seite der Medaille in der öffentlichen Debatte vorkommt.
Derweil werden neuerdings die Löhne beim Bund mit einem Buebetrickli tiefgerechnet, wie der Blick berichtet. Denn der Durchschnittslohn beim Bund liegt bei jährlich 131.170 Franken. Neu rechnet der Bund in seinem Personalreport mit einem «Medianlohn», bei dem die Hälfte der Löhne darüber, die andere Hälfte darunter liegt. So kommt man auf lediglich 127.174 Franken. Wobei der Lohnanstieg beim Bund mit 1,4 Prozent immer noch über dem gesamtschweizerischen Anstieg liegt.