Die Preiserhöhung des Deutschlandtickets von 49 auf 58 Euro zum Jahresbeginn hat spürbare Folgen: Laut einer Marktforschung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Deutschen Bahn ist die Zahl der Nutzer von 14,5 Millionen im Dezember 2024 auf 13,4 Millionen im Januar 2025 gesunken. Unter jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren brach die Zahl der Nutzer sogar um mehr als 36 Prozent ein, berichtet die Zeitung Die Welt.
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Zwar gab es in der Vergangenheit saisonale Schwankungen bei den Nutzerzahlen, die Quartalswerte jedoch deuten auf eine strukturelle Trendumkehr hin. Die Branche fordert daher einen Kurswechsel in der Preispolitik. Statt sprunghafter Erhöhungen brauche es «massvolle, nachvollziehbare Preissteigerungen», betont VDV-ÖPNV-Geschäftsführer Alexander Möller. Zudem müsse die Finanzierung von Bund und Ländern über das Jahr 2025 hinaus gesichert werden.
Laut Koalitionsvertrag von SPD und Union soll das Ticket «über 2025 hinaus» fortgeführt werden. Preiserhöhungen sind erst ab 2029 vorgesehen, dann allerdings mit einem schrittweisen Anstieg des Nutzerbeitrags. Derzeit subventionieren Bund und Länder das Deutschlandticket mit jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich.