1 _ Odde – Amrum
Man fühlt sich vom Meer umschlossen. Insbesondere bei Flut. Am nördlichen Horizont ist die Südspitze von Sylt zu erkennen, östlich die Küste von Föhr. Auf einem kiesbedeckten Sandstreifen rasten Seevögel.
Die Einheimischen nennen diesen nördlichsten Punkt der Insel Amrum «Odde». Das Wort leitet sich aus dem Öömrang ab, einem nordfriesischen Dialekt, und bedeutet «Spitze». Entstanden ist die Odde durch Kniepsand, den der permanente Westwind nach Osten vor sich hertreibt. Die Kuppen der Dünen sind mit Strandhafer bewachsen, mit Labkraut, Sand-Thymian und Karthäusernelke, was dem Ensemble etwas Verträumt-Malerisches verleiht. Insbesondere wenn der Himmel blau ...