Die grössten börsenkotierten Unternehmen Deutschlands haben im Jahr 2025 deutlich an Ertragskraft verloren und weltweit rund 32.000 Stellen abgebaut. Das geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung EY hervor. Demnach sank der Gesamtgewinn um 4 Prozent, während der Umsatz um 0,6 Prozent zurückging.
Jens Büttner/Keystone
Besonders schwach entwickelte sich das Schlussquartal 2025. In diesem Zeitraum brachen die Gewinne der Unternehmen um bis zu 14 Prozent ein. Der Umsatz ist zudem bereits das dritte Jahr in Folge rückläufig.
Als zentraler Belastungsfaktor gilt die Industrie, insbesondere die Automobilbranche. Die Hersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verzeichneten zusammen einen Gewinnrückgang von rund 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch 2022 lagen ihre Ergebnisse mehr als doppelt so hoch.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In Asien sanken die Umsätze der grössten börsenkotierten Unternehmen um 9 Prozent, auch in Nordamerika gab es ein Minus von 4 Prozent. Europa entwickelte sich dagegen stabiler. Hintergrund sind unter anderem wachsende Konkurrenz in China sowie eine schwächere Nachfrage.
Zusätzlich belasten mehrere Faktoren die Unternehmen gleichzeitig. Dazu zählen Handelskonflikte und neue Zölle, insbesondere aus den USA, hohe Energiepreise sowie gestörte Lieferketten infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.
Während die Industrie schwächelt, verzeichnet die Finanzbranche hohe Gewinne. Banken und Versicherungen konnten ihre Ergebnisse deutlich steigern.