Deutschland hat 2024 über 6 Milliarden Euro für internationale Klimahilfen bereitgestellt, berichtet die Wochenzeitung Die Zeit. Damit erreichte die Bundesregierung ihr selbstgestecktes Ziel im Rahmen des Pariser Klimaabkommens. Dies teilten das Bundes-Entwicklungsministerium und das Bundes-Umweltministerium mit. Die Mittel sollen ärmere Staaten unter anderem beim Ausbau erneuerbarer Energien, beim Umbau der Landwirtschaft und beim Schutz von Wäldern und Meeren unterstützen.
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Laut Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) ist die Einhaltung internationaler Zusagen zentral für das Vertrauen in globale Klimaverhandlungen. Gleichzeitig könnten dank sinkender Kosten für erneuerbare Energien künftig mehr Mittel auf Strategien zur Anpassung an den Klimawandel entfallen. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) erklärte: Deutschland stehe «auch in schwierigen Zeiten an der Seite des globalen Südens».
Trotzdem hat die Bundesregierung den Entwicklungsetat deutlich gekürzt – um fast eine Milliarde Euro auf nun 10,3 Milliarden. Weitere 300 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr gestrichen werden. Staatssekretär Niels Annen (SPD) warnte: «Eine solche massive Kürzung wird nicht ohne Auswirkung bleiben.» Auch Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) verwies auf den anhaltenden Haushaltsdruck.
Neben den Haushaltsmitteln in Höhe von 6,1 Milliarden Euro kamen weitere 5,7 Milliarden Euro über Kredite der staatlichen KfW-Bank und der DEG hinzu. Erstmals konnte zudem mehr als eine Milliarde Euro an privaten Investitionen mobilisiert werden – unter anderem für Solarprojekte in Indien, nachhaltigen Verkehr in Südafrika und Wassermanagement in Mexiko.