Netzbetreiber in Deutschland haben im Jahr 2025 rund 435 Millionen Euro Entschädigung für nicht eingespeisten Ökostrom gezahlt. Dies berichtet die Welt.
Die Summe liegt etwa 120 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert und setzt damit einen rückläufigen Trend fort. Grund für die Zahlungen sind Engpässe im Stromnetz, die vor allem bei starkem Wind oder hoher Sonneneinstrahlung auftreten. In solchen Fällen drosseln Netzbetreiber die Einspeisung von Wind- und Solaranlagen, wenn die Transportkapazitäten nicht ausreichen.
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Regional entfiel der grösste Anteil der Entschädigungen auf Bayern mit rund 165 Millionen Euro, gefolgt von Niedersachsen mit 120 Millionen und Schleswig-Holstein mit 54 Millionen Euro. In mehreren Bundesländern wie Hessen, Bremen, dem Saarland, Berlin und Hamburg fielen kaum Zahlungen an.
Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte unterdessen Reformen an. So soll die garantierte Einspeisevergütung für neue Solaranlagen entfallen. Künftig sollen Betreiber ihren Strom selbst vermarkten. Ziel sei es, Überförderung abzubauen und die Einspeisung stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten.