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Deutschland: Wer ab 2026 den Wehrdienst verweigert, dem drohen 1000 Euro Strafe – oder die Polizei

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Deutschland: Wer ab 2026 den Wehrdienst verweigert, dem drohen 1000 Euro Strafe – oder die Polizei
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Mit dem Start des neuen Wehrdienstsystems ab Januar 2026 zieht das Verteidigungsministerium die Zügel an. Zwar bleibt der Dienst an der Waffe freiwillig – doch für 18-jährige Männer wird die Teilnahme an Auswahlverfahren und Musterung zur Pflicht. Wer sich dem entzieht, riskiert empfindliche Sanktionen: Bussgelder von bis zu 1000 Euro und im Ernstfall eine Vorführung durch die Polizei.

DANIEL KARMANN / KEYSTONE
Deutschland: Wer ab 2026 den Wehrdienst verweigert, dem drohen 1000 Euro Strafe – oder die Polizei
DANIEL KARMANN / KEYSTONE

Konkret müssen alle jungen Männer eines Jahrgangs zunächst einen vierzehn Fragen umfassenden Fragebogen ausfüllen. Dieser dient der Bundeswehr zur Vorauswahl möglicher Kandidaten. Frauen dürfen teilnehmen, sind aber nicht verpflichtet. Wer den Fragebogen ignoriert oder falsch ausfüllt, muss laut Verteidigungsministerium mit einem Verfahren nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz rechnen. Die Höhe des Bussgelds wird je nach Einzelfall festgelegt – bis zu 1000 Euro sind möglich.

Ab Juli 2027 folgt die Musterung. Auch hier gilt für Männer: Pflichttermin. Wer unentschuldigt fehlt, kann polizeilich vorgeführt werden. Das Ministerium stellt klar: «Bleibt der Wehrpflichtige der Musterung unentschuldigt fern, so kann grundsätzlich die Polizei ersucht werden, diesen vorzuführen.»

Die Massnahmen sind Teil des sogenannten Pistorius-Plans. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will damit die Bundeswehr schrittweise ausbauen – von derzeit rund 183.000 auf bis zu 270.000 Soldaten bis 2035. Ab Mitte Januar 2026 beginnt der Versand der ersten Fragebögen, im Wochenrhythmus sollen künftig rund 54.000 junge Menschen angeschrieben werden.

Ob das neue System – Wehrpflicht light, mit harter Kante bei der Vorbereitung – auf Akzeptanz stösst, wird sich zeigen.

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