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Deutschland rüstet auf: 10.000 neue Soldaten für Boris Pistorius

Im neuen Haushaltsplan für 2025 darf Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) 10.000 zusätzliche Soldaten sowie 1000 zivile Angestellte einstellen. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Damit wächst die Bundeswehr auf dem Papier auf über 193.000 Soldaten an – ein Schritt, der weit über frühere Planungen hinausgeht.

HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH / KEYSTONE
Deutschland rüstet auf: 10.000 neue Soldaten für Boris Pistorius
HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH / KEYSTONE

Während andere Ressorts wegen der angespannten Finanzlage 0,5 Prozent ihrer Stellen streichen müssen, ist Pistorius von den Sparauflagen ausgenommen. Möglich wurde dies, weil Finanzminister Lars Klingbeil (ebenfalls SPD) Ausgaben für militärische Zwecke unbegrenzt über neue Schulden finanzieren darf.

Der Stellenaufwuchs betrifft laut Verteidigungsstaatssekretär Nils Hilmer sämtliche Teilstreitkräfte – Heer, Marine, Luftwaffe und Cyber – und soll auch dazu beitragen, den Beförderungsstau innerhalb der Truppe zu lösen.

Langfristig strebt die Bundesregierung eine Erhöhung auf rund 260.000 Soldaten an, wie es beim bevorstehenden Nato-Gipfel offiziell beschlossen werden soll. Dies entspricht einem Paradigmenwechsel in der deutschen Sicherheitspolitik und soll die Landes- und Bündnisverteidigung stärken.

Unklar bleibt indes, ob die Bundeswehr die neuen Stellen überhaupt besetzen kann. Interne Stimmen verweisen auf gravierenden Personalmangel, insbesondere bei Unteroffizieren. Ein Personalverantwortlicher wird zitiert: «Bei den Uniformträgern wird es mit den Beförderungen ganz schnell gehen. Aber damit ist noch kein neuer Soldat eingestellt. Vor allem bei den Unteroffizieren gibt es doch jetzt schon einen krassen Personalmangel und unbesetzte Stellen.»

Parallel wird das Ministerium umstrukturiert. Unter anderem wird eine neue Abteilung «Aufwuchs» geschaffen, die sich ausschliesslich um die Vergrösserung der Truppe kümmern soll. Zudem kursieren Gerüchte über eine mögliche Entmachtung oder sogar Ablösung von Generalinspekteur Carsten Breuer im Herbst.

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