In Schleswig-Holstein treibt der naive Umgang mit dem konservativen Islam neue Blüten. Künftig können sich muslimische Arbeitnehmer und Schüler dort an zwei islamischen Feiertagen freistellen lassen. Die Regelung gilt jeweils für den ersten Tag des Ramadan und des Opferfestes. Dies teilte das zuständige Kultusministerium mit. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits mit den Islamischen Kulturzentren Norddeutschland geschlossen.
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Wieder einmal zeigt sich, dass es in der Bundesrepublik keine Rolle spielt, ob man linke Parteien oder die CDU wählt. Das schleswig-holsteinische Kultusministerium unter Dorit Stenke ist CDU-geführt. Wie auch in Nordrhein-Westfalen offenbaren die Christdemokraten ihre ausserordentliche Naivität im Umgang mit dem Islam. Ob das dem Einfluss des jeweils grünen Koalitionspartners geschuldet ist?
Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter spricht das Problem aus. Gegenüber dem Sender Welt TV sagt sie: «Das ist die grundsätzliche Schieflage in der deutschen Islamdebatte: dass dort eigentlich nur Akteure zu Wort kommen, die einem ganz bestimmten erzkonservativen Spektrum des Islams angehören. Aber die vielen Muslime, die eher liberal oder moderat sind, die hören wir eigentlich nicht.» Darüber hinaus müssten dann auch andere Minderheiten womöglich mit Feiertagen bedacht werden, so die Leiterin des «Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam», das nun passenderweise geschlossen werden soll.
Es ist ein weiterer Kotau vor dem sich immer stärker ausbreitenden Islam in Deutschland. Noch vor wenigen Jahrzehnten spielte der Ramadan, trotz muslimischer Bevölkerung, kaum eine Rolle in der öffentlichen Debatte. Heute kommt es zu Massengebeten, gemeinsamem Fastenbrechen auf Strassen und in einigen Städten werden auf Steuerzahlerkosten sogar Ramadan-Beleuchtungen angebracht, während bei Weihnachtslichtern gespart werden muss.
In Schulen zeigen sich zunehmend Probleme mit fastenden Schülern, die nicht fastende Mitschüler unter Druck setzen oder sich nicht konzentrieren können. Auch hier fordert man keine Anpassung an die hiesigen Gepflogenheiten, sondern denkt stattdessen darüber nach, Klausuren und Tests auf die Zeit nach dem islamischen Fastenmonat zu legen. Während die eigene Kultur zunehmend verleugnet wird und Kitas das Aufstellen eines Weihnachtsbaums untersagen, wird dem Islam und seinen zweifelhaften Verbänden der rote Teppich ausgerollt.
Alles im Namen der Toleranz. Ein fatales Signal, das uns noch teuer zu stehen kommen wird.