Am Mittwoch der abgelaufenen Woche erschütterte Friedrich Merz die Grundfesten der Republik. Jedenfalls entstand dieser Eindruck für denjenigen, der die Reaktionen im Bundestag, in den öffentlich-rechtlichen Medien und aus dem Subventionskulturmilieu auf das Abstimmungsergebnis zu einem CDU-Papier verfolgte.
Nochkanzler Olaf Scholz sprach von einem «beispiellosen Tabubruch», ein Kommentator der ARD exkommunizierte den CDU-Chef kurzerhand aus den Reihen der gemässigten Politik: «Merz stellt den Wahlkampf über demokratische Werte.» Die Moderatorin der ZDF-Nachrichtensendung schlug in ihrer kühnen Geschichtsdeutung den Bogen von Auschwitz, dessen Befreiung sich am 27. Januar zum 80. ...