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Deutschland hat seine Wind- und Solarkapazitäten letztes Jahr massiv ausgebaut – und Kohlekraftwerke abgebaut. Trotzdem sank der Ertrag von Ökostrom, während Kohle und Gas zulegten

Zwischen dem ersten Halbjahr 2024 und dem ersten Halbjahr 2025 hat Deutschland seine Kapazität an Wind- und Solaranlagen erneut massiv ausgebaut: plus 20,1 Prozent bei der Sonne, Wind plus 4,1 Prozent (onshore) respektive plus 8,2 Prozent (offshore). Im gleichen Zeitraum wurden die Kapazitäten bei der Kohle um 16,3 Prozent abgebaut, bei Gas gab es eine leichte Reduktion um 0,3 Prozent, wie Epoch Times berichtet.

FRANK HAMMERSCHMIDT / KEYSTONE
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FRANK HAMMERSCHMIDT / KEYSTONE

Doch bei der Produktion von elektrischem Strom war es gerade umgekehrt: Bei den «Neuen Erneuerbaren» ging der Ertrag um 5,4 Prozent zurück, während die konventionellen Kraftwerke 7,5 Prozent mehr lieferten. Bei der Kohle, von der sich Deutschland angeblich befreien will, stieg die Produktion um satte 9,4 Prozent, beim Gas trotz der Russland-Sanktionen um sagenhafte 8 Prozent. Die Erklärung des Paradoxes liegt in der Physik. Zwar speiste der deutsche Solarpark 23,1 Prozent mehr ins Netz ein, was in etwa dem Zubau entspricht. Doch das ging voll zulasten der Windenergie, die über den Mittag immer wieder abgeriegelt und auf Leerlauf geschaltet wurde, weil sonst zu viel Energie ins Netz gelangt wäre.

Die Kohle- und Gaskraftwerke musste man bei der Überproduktion aber trotzdem weiterlaufen lassen, um das Netz stabil zu halten. Erstens ist auf Solar- und Windenergie kein Verlass, weil die Erträge sich wegen der Witterung sehr schnell ändern können. Ins Stromnetz muss man aber immer exakt so viel einspeisen, wie gerade gebraucht wird. Zweitens braucht es die Schwungmasse von grossen Kohlen-, Gas-, Nuklear- oder Wasserturbinen, um die Frequenz zu stabilisieren. Mit dem Gleichstrom von Wind und Sonne ist das nicht zu schaffen. Bei einem zu hohen Anteil von Wind und Sonne im Netz droht ein unkontrollierter Blackout, wie die Erfahrungen aus Spanien eindrücklich zeigen.

Fazit: Je mehr Flatterstrom von Wind und Sonne ins Netz eingespeist wird, desto mehr konventionelle Turbinen braucht es, um den Blackout zu vermeiden – desto teurer, ineffizienter und schmutziger wird die Stromproduktion.

Willkommen in der real existierenden Energiewende.

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