Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutschland braucht 71 neue Gaskraftwerke bis 2035, um Stromversorgung sicherzustellen

Die Bundesnetzagentur schlägt Alarm: Um die Stromversorgung in Deutschland auch bei Dunkelflauten abzusichern, müssten innerhalb von nur zehn Jahren mindestens 71 neue Gaskraftwerke gebaut werden. Das geht aus dem neuen Bericht zur Versorgungssicherheit hervor, den das Bundeskabinett Anfang September verabschiedet hat. Grund ist die unstete Produktion von Wind- und Solarstrom – und das Verfehlen zentraler Energiewende-Ziele, berichtet die Zeitung Die Welt.

RONALD WITTEK / KEYSTONE
epa12293574 Tubes are seen at a natural gas pipeline construction site in Hueffenhardt near Sinsheim, Germany, 11 August 2025
RONALD WITTEK / KEYSTONE

Der neue Bedarf liegt deutlich über früheren Prognosen. Noch 2023 war man von 21 Gigawatt zusätzlicher Leistung bis 2030 ausgegangen. Nun rechnet die Bundesnetzagentur mit 35,5 Gigawatt bis 2035. Das entspräche der Leistung von 71 Anlagen à 500 Megawatt. Kostenpunkt: bis zu 800 Millionen Euro pro Kraftwerk.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will nun rasch Fördermittel ausschreiben – jedoch nur, wenn Brüssel entsprechende Subventionen genehmigt. Bislang ist das offen. Ihr Vorstoss wird insbesondere von den Grünen scharf kritisiert. Deren Fraktionsvorsitzende Katherina Dröge sprach von einer Politik, die «unsere Zukunft verbrennt» und kündigte einen «Herbst des Klimawiderstandes» an.

Dabei folgt Reiche lediglich den Bemühungen ihres Vorgängers Robert Habeck (Grüne), der bereits in Brüssel um Unterstützung für fossile Back-up-Kraftwerke geworben hatte. Ohne Erfolg. Die Hoffnung, Batterien oder flexible Verbraucher könnten Gaskraftwerke ersetzen, bezeichnet die Bundesnetzagentur im Bericht als unrealistisch: «Flexibilitäten» seien nötig, aber kein Ersatz für steuerbare Kraftwerke.

Angesichts der offenen Subventionsfrage und stockender Wasserstoffproduktion steht nun sogar die Laufzeitverlängerung für Kohlekraftwerke wieder im Raum.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.