Die deutsche Industrie hat im August 2025 einen historischen Rückschlag erlitten. Laut Statistischem Bundesamt ist die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 4,3 Prozent zurückgegangen – der stärkste Einbruch seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Besonders betroffen war die Autoindustrie mit einem Rückgang von 18,5 Prozent, berichtet die Bild-Zeitung.
Ökonomen werten die Zahlen als deutlichen Rückschlag für die Konjunktur. Ein Banker spricht in der Bild-Zeitung von einem «Winter unseres Missvergnügens». Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer schlägt Alarm: Die industriellen Kernbranchen drohten wegzubrechen.
Ursachen sind laut Experten neben Werksferien auch strukturelle Probleme. Hohe Energiepreise, steigende Arbeitskosten und eine ausufernde Bürokratie belasten den Standort Deutschland. Die schwache Auftragslage aus dem In- und Ausland dämpft zusätzlich die Erwartungen.
Laut Bundeswirtschaftsministerium signalisieren die Daten eine «noch schwache Konjunkturentwicklung». Für das laufende Jahr wird nur noch ein Miniwachstum von 0,2 Prozent erwartet. Erst 2026 soll sich die Lage bessern – durch massive Investitionen der Bundesregierung, die laut Prognose bis zu 0,8 Prozentpunkte zum Wachstum beitragen könnten.