Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Der ukrainische Präsident Selenskyj attackiert den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán immer heftiger. Das Vokabular reicht von «Erpressung» bis zu «Banditenmethoden»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Der ukrainische Präsident Selenskyj attackiert den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán immer heftiger. Das Vokabular reicht von «Erpressung» bis zu «Banditenmethoden»
Der ukrainische Präsident Selenskyj attackiert den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán immer heftiger. Das Vokabular reicht von «Erpressung» bis zu «Banditenmethoden»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der Konflikt zwischen Kiew und Budapest spitzt sich zu. In den vergangenen Tagen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mehrfach ungewöhnlich scharf angegriffen. Hintergrund sind blockierte EU-Hilfen, Streit um russische Energielieferungen sowie Orbáns kritische Linie gegenüber der Ukraine.

ROBERT GHEMENT / KEYSTONE
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.
ROBERT GHEMENT / KEYSTONE

In einem Interview mit Politico erklärte Selenskyj, Orbán blockiere wichtige Finanz- und Militärhilfen für Kiew und betreibe «Erpressung». Europa müsse sich darauf einstellen und einen «Plan B» entwickeln, um weitere Blockaden zu umgehen.

Besonders scharf fiel eine Bemerkung bei einem Presseauftritt in Kiew aus. Selenskyj sagte, er hoffe, «eine gewisse Person» in der EU werde die Hilfen für die Ukraine nicht länger blockieren. Sonst werde man «die Adresse dieser Person» den ukrainischen Soldaten geben, damit diese ihn «in ihrer eigenen Sprache anrufen und mit ihm sprechen können». Beobachter werteten die Aussage als klare Spitze gegen Orbán.

Der ukrainische Präsident kritisierte zudem, Ungarn zeige wenig Solidarität mit dem angegriffenen Land. Man höre aus Budapest nie Worte wie «Wir sind der Ukraine dankbar» oder «Es tut uns leid für die Opfer», sagte Selenskyj. Stattdessen verlange Ungarn immer neue Zugeständnisse.

Zusätzliche Spannungen entstanden, nachdem ukrainische Bankmitarbeiter in Ungarn festgesetzt und Vermögenswerte beschlagnahmt worden waren. Selenskyj sprach in diesem Zusammenhang von «Banditenmethoden» und rief europäische Partner auf, dazu nicht zu schweigen.

Viktor Orbán gehört seit Beginn des Ukraine-Kriegs zu den lautesten Kritikern der EU-Linie und blockiert immer wieder neue Sanktionen oder Finanzhilfen für Kiew. Selenskyj wirft ihm vor, damit faktisch die Interessen Moskaus zu bedienen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.