Der europäische «Kulturfernsehkanal» Arte, an dessen Koproduktionen auch die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) beteiligt ist, bewirbt seine Sendung «Die Nuklearfalle» mit folgenden dramatischen Worten: «Welche Rolle spielt der russische Staatskonzern Rosatom bei der weltweiten Renaissance der Atomkraft?»
Die staatliche russische Atomenergiebehörde Rosatom sei ein undurchsichtiges Geflecht von Tochterfirmen, das weltweit daran arbeite, Monopole und damit Abhängigkeiten zu schaffen. «Vor allem durch den Verkauf von Uran und Brennstäben – auch für westliche Atomkraftwerke.»
«Putin hat schnell gemerkt, dass er westliche Staaten mit Uran viel besser an sich binden kann als mit Gas und Öl», behauptet hier ein ehemaliger Rosatom-Mitarbeiter. Rosatom sei ein Instrument in der hybriden Kriegsführung gegen den Westen, insinuiert Arte. Und empört sich, dass EU-Staaten auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine immer noch Geschäfte mit dem Kreml machten.
In Wahrheit geht es dem Sender Arte einzig darum, die Kernenergie als Ganzes zu desavouieren. Die Anti-AKW-Fundamentalisten in unseren öffentlich-rechtlichen Medienanstalten schrecken vor nichts zurück.
Und so behaupten sie ebenso dreist wie widerlich, die Kernkraft sei «ein mächtiges Instrument in Putins Händen» und könne «inzwischen auch der EU und der Nato gefährlich werden».
Urheber solch verdrehter Erzählungen sind ausgerechnet jene Journalisten, die jede Art von Verschwörungstheorie weit von sich weisen. Nur um selber an umso absurderen Verschwörungstheorien zu basteln.