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Der Berner PR-Apparat wird immer grösser, doch das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung sinkt

Der Mythos von Staatspropagandisten, welche die Botschaften und Bilder der Bundesräte bis ins letzte Detail kontrollieren und damit versuchen, die Magistraten in einem günstigen Licht darzustellen, ist geplatzt.

Eine Erhebung des Umfrageinstitutes Leewas im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia zeigt: Zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten sind mit der Arbeit des Gesamtbundesrates unzufrieden. Noch nie hatte die Bevölkerung so wenig Vertrauen in die Landesregierung.

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
The Federal Palace pictured during a autumn sunset, Wednesday, October 9, 2019 in Bern, Switzerland
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Diese Erkenntnis steht in einem scharfen Kontrast zum Ausbau der bundesbernischen Propagandamaschine. In den 1990er Jahren gab es zirka 150 Vollzeitstellen für die Information. Ende 2023 wies der Bund insgesamt 414 Vollzeitstellen für diesen Bereich aus. Die tatsächliche Zahl an Mitarbeitern in PR-Zentralen ist natürlich viel höher, weil Teilzeitarbeit besonders beim Bund gross in Mode ist. Gerade in den letzten Jahren lancierte Bundesbern eine regelrechte Offensive, um die Bevölkerung auch über soziale Medien mit Staatspropaganda einzulullen.

PR-Funktionäre verdienen ihr Geld mit der Furcht ihrer Schützlinge vor schlechten Schlagzeilen oder dem Shitstorm im Netz. Auch sollen sie die Pläne des Bundesrates glaubwürdig vermitteln und ihnen hartnäckig recherchierende Journalisten vom Leib halten.

Aber offensichtlich sind sie das Geld nicht wert, dass der Staat in sie investiert. Denn obwohl der PR-Apparat immer grösser wird, ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung im Keller.

Aber irgendwie ist das auch beruhigend.

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