Es wird schon lange kolportiert, jetzt ist es quasi offiziell: Beat Jans will nicht länger als nötig Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) bleiben. Das hat der SP-Bundesrat an einer Medienkonferenz vor Weihnachten klar durchblicken lassen.
Die Frage der Weltwoche, ob er als Departementschef den involvierten Akteuren wie den Kantonen oder den zuständigen Chefbeamten zusichern könne, die Strategie gegen die organisierte Kriminalität auch nach 2027 und somit in der neuen Legislatur zu begleiten, verneinte Jans deutlich.
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Seine Mitarbeiter machten den Job dermassen gut, dass es für seinen Nachfolger kein Problem sein werde, die aufgegleisten Projekte – dazu gehört auch eine neue Asylstrategie bis 2027 – weiterzuführen.
Entweder weichen Bundesräte aus, wenn sie auf einen allfälligen Rücktritt oder einen Departementswechsel angesprochen werden, sie versuchen, alles offen zu lassen, oder sie betonen, dass sie noch gaaaanz lange bleiben. Dies aus Angst, auf absehbare Zeit im bestehenden Amt eine «lahme Ente» (lame duck) zu werden.
Während Bundesräte Rücktrittsentscheide ganz allein fällen können, brauchen sie für einen Wechsel in ein anderes Departement die passende Konstellation (Vakanz, Wechselwille anderer) sowie die Zustimmung der Bundesratskollegen.
Beat Jans wird nachgesagt, dass er sich gerne im Aussendepartement sehen würde. Der dortige Chef, FDP-Bundesrat Ignazio Cassis, hat jüngst in einem Interview im Sonntagsblick offengelassen, ob er über 2027 hinaus noch im Amt bleibe.
Dies mit einer typischen Antwort: «Ich habe eine wunderbare Frau, die enorm viel Geduld mit mir hat. Solange es uns gesundheitlich gut geht, schauen wir, was auf uns zukommt.»