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«Das sind Marketingaussagen»: Forscher kritisieren von der Leyens Aussagen über künstliche Intelligenz

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«Das sind Marketingaussagen»: Forscher kritisieren von der Leyens Aussagen über künstliche Intelligenz
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RONALD WITTEK / KEYSTONE
epa12471879 European Commission President Ursula von der Leyen speaks during a debate on 'Preparation of the European Council meeting of 23 October 2025' at the European Parliament in Strasbourg, France, 22 October 2025
RONALD WITTEK / KEYSTONE

Mehr als siebzig Wissenschaftler haben EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen wegen ihrer Aussagen zur künstlichen Intelligenz kritisiert. In einem offenen Brief fordern sie die Kommissionschefin auf, ihre Behauptung zurückzunehmen, KI könne bereits 2026 das menschliche Denkvermögen erreichen. Dies berichtet Euractiv.

Von der Leyen hatte im Mai auf einer EU-Haushaltskonferenz gesagt, man habe ursprünglich angenommen, KI werde erst um 2050 an menschliche Denkfähigkeit heranreichen – nun aber könne dies «bereits im nächsten Jahr» geschehen. Die EU-Kommission erklärte laut Euractiv, diese Einschätzung beruhe auf «dem Fachwissen der Kommissionsdienste» und einer Literaturrecherche, unter anderem unter Verweis auf Äusserungen von Yoshua Bengio sowie den CEOs von Open AI, Anthropic und Nvidia.

Die Forscher kritisieren diese Quellen als «Marketingaussagen, die von Gewinninteressen und Ideologie getrieben sind». Durch die Wiederholung solcher Behauptungen untergrabe von der Leyen Europas Glaubwürdigkeit, heisst es in dem Schreiben. Unterzeichnet haben unter anderem die UN-Beraterinnen Abeba Birhane und Virginia Dignum sowie der belgische KI-Pionier Luc Steels.

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