Martin Pfister scheint seinen eigenen Leuten nicht zu trauen. Jedenfalls will der Chef des Verteidigungsdepartements (VBS) das Qualitäts- und Risikomanagement (QRM) für die 17 Top-Projekte – darunter die F-35-Beschaffung – an externe Berater vergeben. Dafür sollen während 12 Jahren rund 2400 Stunden pro Jahr vorgesehen sein.
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Zum Vergleich: Wenn das QRM mit dem gleichen Stundenansatz vergütet wird wie das externe Mandat von Brigitte Hauser-Süess, damals unter VBS-Chefin Viola Amherd, dann würde die ganze Übung 2,6 Millionen Franken kosten – sehr konservativ gerechnet.
Wer nun glaubt, dass das VBS die Kosten für das ausgelagerte QM einspart, etwa indem man intern die überflüssigen Stellen abbaut, sieht sich getäuscht. Alle bisherigen QRM-Mitarbeiter bleiben, berichtet der Sonntagsblick. Die externe Vergabe ergänze die interne Expertise, ersetze sie nicht, wird das VBS zitiert.
Die Vorgaben für Budget- und Personalkosten würden zudem strikt eingehalten, heisst es weiter. Mehr Leute für die gleiche Arbeit, aber keine zusätzlichen Kosten – solch «betriebswirtschaftliche» Wunder kann nur der Staat vollbringen.