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Grossbritannien will seine Einwanderungsregeln deutlich verschärfen. Premierminister Keir Starmer kündigte ein neues «Immigration White Paper» an, das unter anderem strengere Visumregeln und eine verlängerte Wartefrist für die Staatsbürgerschaft vorsieht.
Statt nach fünf Jahren soll die Einbürgerung künftig erst nach zehn Jahren möglich sein – Ausnahmen gelten für besonders qualifizierte Arbeitskräfte wie Ärzte oder Ingenieure. Das «Care Worker visa» für Pflegeberufe soll abgeschafft und das «Skilled Worker visa» künftig an einen Hochschulabschluss geknüpft werden.
Starmer warf der früheren konservativen Regierung eine Politik der offenen Grenzen vor: «Das Experiment ist vorbei.» Die Nettozuwanderung lag zuletzt bei 728.000 Personen im Jahr. Am 19. Mai will Grossbritannien auf einem Gipfel mit der EU über Visumerleichterungen, besonders für junge Menschen, verhandeln.