Die frühere ARD-Talkmasterin Anne Will räumt ein, in ihrer Sendung «Anne Will» die AfD zu lange ignoriert zu haben. «Das entspricht nicht dem Auftrag, den öffentlich-rechtliches Fernsehen hat», erklärt Will laut dem Portal Focus online und verweist auf Versäumnisse insbesondere an Wahlabenden, an denen die AfD signifikante Erfolge erzielt hatte. Sie sagt: «Da kann man sagen, das war an ein, zwei Stellen gar nicht mehr richtig begründbar, an Wahlabenden beispielsweise, an denen die AfD dann erstaunliche Erfolge feiert.»
Mit ihren sechzehn Jahren Talk-Erfahrung rät Will ihren Nachfolgern nun: «Ich würde immer raten, sie zu Themen einzuladen und nicht zu sich selbst. Das war schon immer der richtigere Weg, mit der AfD umzugehen.» Der Umgang mit der AfD sei damit neu zu justieren – gerade vor dem Hintergrund, dass der Bundesverfassungsschutz die Partei zeitweise als «gesichert rechtsextremistische Bestrebung» eingestuft habe.