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Daniel Ryser und Tomo Muscionico trinken Dosenbier mit Gavin McInnes

Daniel Ryser und Tomo Muscionico trinken Dosenbier mit Gavin McInnes

Wir freuen uns sehr, Daniel Ryser im Kreis unserer Autoren begrüssen zu dürfen. Ryser, gelernter Zigarrenhändler, zählt seit Jahren zu den interessantesten, besten Reportern im deutschsprachigen Raum. Er arbeitete für die Woz, das Magazin und die Republik, schrieb Bücher über Hooligans, Punk- und Elektropop-Bands («Slime», «Yello»), ferner eine kritische Biografie über Weltwoche-Chef Roger Köppel. Zuletzt veröffentlichte er die vielbeachtete Lebensgeschichte des Westschweizer Rappers Stress. Für seine Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, gleich zweimal mit dem Zürcher Journalistenpreis. 2016 wählten ihn die Branchenkollegen zum «Schweizer Journalisten des Jahres».

Tomo Muscionico für die Weltwoche
Sensationen eines Alltags: Proud Boy McInnes.
Tomo Muscionico für die Weltwoche

Für die Weltwoche reiste Ryser nach New York, um Gavin McInnes zu treffen. Bekannt und reich geworden als Gründer des Punk- und Lifestyle-Magazins Vice, baute McInnes die rechtsextremen Proud Boys auf. Weltweite Bekanntheit erlangte die Miliz 2020 im Wahlkampf, als Donald Trump in einer TV-Debatte mit Joe Biden die Gruppe aufforderte, sich zurückzuziehen und bereitzuhalten («stand back and stand by»). Am 6. Januar 2021 erstürmten Mitglieder der Proud Boys das Kapitol in Washington; ihr Anführer ist inzwischen zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt worden. McInnes hat sich aus rechtlichen Gründen von seiner Schöpfung losgesagt, unterstützt den Klub aber weiterhin «von ganzem Herzen», wie er im Gespräch mit Ryser und dem in Las Vegas lebenden Schweizer Fotografen Tomo Muscionico sagt.

Misstrauischer zeigte er sich gegenüber den Besuchern der Weltwoche: «Seid ihr den ganzen Weg hergekommen, um eine Story zu machen mit dem Titel ‹Vom Hipster zu Hitler›?» Am Ende liess er sich trotzdem auf ein Gespräch ein – mehr noch: Der heutige Internet-TV-Moderator machte daraus eine zwölfstündige Show über die Sensationen seines Alltags. Er lud Ryser und Muscionico zu sich nach Hause ein, zog sich ständig um, posierte halbnackt vor der Kamera, öffnete die Tür zu seinem Schlafzimmer, fuchtelte mit Schrotflinten herum. Als er betrunken ein geladenes Gewehr fallen liess, kam nur mit Glück niemand zu Schaden. Ryser und Muscionico tranken Dosenbier, staunten über das sorgfältig kuratierte Wohnzimmer, das an den Geschenkshop des Museum of Modern Art erinnerte, und waren von der surreal anmutenden Szenerie gleichermassen fasziniert und irritiert.

Entstanden ist eine zwölfseitige Reportage über Medien, Drogen, Schusswaffen – das Sittenbild eines Landes, das an einem Kulturkampf zerbricht. In McInnes’ Worten: «Ihr bekloppten Schweizer: Dieses Land ist nicht gespalten, versteht ihr? Wir sind geschieden. Es ist eine Kampfscheidung. Wir sind im Krieg. Wir müssen die andere Seite bekämpfen, wir müssen ihr die Macht wegnehmen. Ich will, dass diese Leute verschwinden.» Seite 31–42

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