In der Sendung «Maybrit Illner» wurde über «Deutschland ohne Wachstum» diskutiert. SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil fand schnell einen Sündenbock: US-Präsident Donald Trump.
Damit kam er bei Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft nicht durch. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, konterte: Diese aussenpolitischen Unsicherheiten seien nur die Spitze eines Eisbergs. «Unter der Wasseroberfläche, da liegt die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Wir produzieren hier in Deutschland Autos im Schnitt 30 Prozent teurer als in China!» Das habe «mit Energiekosten, Bürokratiekosten, Steuern und Umlagen zu tun. Da hat Donald Trump, da hat China erst mal nichts mit zu tun.»
VDA-Präsidentin Hildegard Müller
Weiter schleuderte Müller dem Minister entgegen, «dass auch in der Politik jetzt nicht mehr nur geredet, sondern gehandelt werden sollte». Es sei versprochen worden, Bürokratie zu reduzieren. Der Fall sei das Gegenteil. «In den letzten Jahren sind 13.000 neue Rechtsakte dazugekommen.» Die Bürokratie koste in Deutschland 150 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung. Hinzu komme, dass der Strompreis, um Autos zu laden, «drei bis fünfmal so hoch» sei als anderswo. Deshalb seien «die Hausaufgaben zuallererst einmal auch von uns selbst zu tun».
Wow! Was für ein Statement von Frau Müller. Sie machte aus Klingbeil Kleinholz.