Nach dem Flammeninferno in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, bei dem mindestens vierzig Menschen starben, kippt die Stimmung. Während die ersten Tage im Zeichen der Trauer standen, wächst unter Angehörigen und Überlebenden zunehmend der Zorn – vor allem über die Kommunikation der Gemeindebehörden, berichtet der Blick.
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Gemeindepräsident Nicolas Féraud erklärte an der Pressekonferenz: «Die Gemeinde ist als Geschädigte am meisten betroffen, vor allen anderen.» Diese Aussage sorgte für Empörung. Féraud musste nach der Veranstaltung unter Polizeischutz weggebracht werden.
Die Kritik kommt nicht nur aus den Reihen der Angehörigen. Ein Anwalt einer Opferfamilie hatte im Vorfeld versucht, den öffentlichen Auftritt der Gemeinde zu verhindern, berichtet der Blick. Die Kommunikation sei «inakzeptabel», man wolle die Interessen der Opfer schützen. Opferanwältin Nina Fournier sagte: «Einige Äusserungen haben uns zutiefst schockiert.» Es sei nicht hinnehmbar, dass sich die Gemeinde als «Opfer» bezeichne, während nicht ausgeschlossen werden könne, dass sie eine Mitverantwortung trage. Man hätte sich «mehr Zurückhaltung und Feingefühl» gewünscht.