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Crans-Montana: Wenn die Generalstaatsanwältin die Untersuchung einer Brandermittlung nicht stemmen kann, wäre das eine Bankrotterklärung der Walliser Justiz

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Crans-Montana: Wenn die Generalstaatsanwältin die Untersuchung einer Brandermittlung nicht stemmen kann, wäre das eine Bankrotterklärung der Walliser Justiz
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Zuerst wurde die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud kritisiert, weil sie den Betreiber der Unglücksbar, Jacques Moretti, nicht verhaften liess. Das hat sie nun acht Tage später nachgeholt und nach seiner Einvernahme Untersuchungshaft für ihn angeordnet. Dafür erntet sie jetzt ebenfalls Schelte, weil dieser Schritt angeblich viel zu spät erfolgt ist.

© KEYSTONE POOL / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
KEYPIX - Swiss Federal Councillor Beat Jans, center, meets with members of the Cantonal Police of Valais to discuss with Frederic Gisler, Commander of the Valais Cantonal Police, Stephane Ganzer, State councillor of the Canton of Valais, Beatrice Pilloud, Attorney General of the Canton of Valais and Eva Wildi-Cortes, director of FEDPOL (Federal Office of Police), from left to right, during a meeting after the fire at the "Le Constellation" bar and lounge, in Sion, Switzerland, Saturday, January 3, 2026
© KEYSTONE POOL / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Auf diese Weise werden, nicht zuletzt wohl auch von den Anwälten der Opferfamilien, Zweifel gesät, dass Pilloud der Sache nicht gewachsen ist. Die Aufklärung eines verheerenden Brandes ist aber keine Untersuchung eines komplexen Wirtschaftsdeliktes. Es geht um Ermittlungen der Brandursache, wer Fehler gemacht hat, ob Vorschriften verletzt und nicht respektiert wurden und welche Rolle die Behörden dabei spielten, also ob die Kontrollen lasch gehandhabt wurden.

Eine solche Untersuchung sollten Pilloud und ihr Team schultern können, sonst kann der gesamte Walliser Justizapparat zusammenpacken. Natürlich lastet gerade bei diesem Fall aufgrund der hohen Opferzahlen und der internationalen Dimension ein grosser Druck auf der Generalstaatsanwältin. Sie muss nun beweisen, dass sie Rückgrat besitzt und eine lupenreine Aufklärung dieser Katastrophe vorlegen. Es darf nicht der Hauch eines Verdachtes aufkommen, dass sich Schuldige aus der Verantwortung stehlen könnten.

Sollten im Laufe des Verfahrens andere Vergehen von Jacques Moretti ans Licht kommen, wird dies wohl separat untersucht werden müssen – sofern sie nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem Brand stehen. Moretti ist in Frankreich wegen einer Reihe schwerer Delikte verurteilt worden. Es stehen inzwischen auch Fragen im Raum, wie er seine Gastbetriebe in Crans-Montana finanziert hat. Darüber herrscht Unklarheit. Es ist nicht ausgeschlossen, dass für diesen Bereich unter Umständen die Bundesanwaltschaft gefordert ist.

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