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Crans-Montana: Italiens Botschafter in Bern rügt die Schweiz wegen ihrer laschen Vorschriften. Das ist reichlich vermessen, wenn man bedenkt, welche Katastrophen in Italien schon aufgrund von Behörden-Schlampereien ausgelöst worden sind

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Crans-Montana: Italiens Botschafter in Bern rügt die Schweiz wegen ihrer laschen Vorschriften. Das ist reichlich vermessen, wenn man bedenkt, welche Katastrophen in Italien schon aufgrund von Behörden-Schlampereien ausgelöst worden sind
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Die Brandkatastrophe von Crans-Montana, mit 40 Toten und 116 schwerverletzten Personen, ist eine grosse Tragödie. Aber dass jetzt ausgerechnet italienische Amtsträger auf die Schweiz eindreschen, ist doch reichlich vermessen. So liess sich der Botschafter in Bern, Gian Lorenzo Cornado, gegenüber der NZZ folgendermassen vernehmen: «In Italien wäre ein solches Lokal innerhalb von fünf Tagen geschlossen worden.»

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Gian Lorenzo Cornado, Ambassador of Italy to Switzerland and Liechtenstein, right, listens to Deputy Prime Minister of Italy and Minister of Foreign Affairs Antonio Tajani, left, speaking to the media about the fire at the "Le Constellation" bar and lounge leaving people dead and injured, during New Year’s celebration, in Crans-Montana, Switzerland, on Friday, January 2, 2026
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Italien in Ehren, aber das hört sich an wie ein schlechter Scherz. Ich meine, wir reden hier von einem Land, in dem Brücken einstürzen. 2018 krachte die vierspurige Morandi-Autobahnbrücke zusammen, 43 Menschen starben bei diesem Unglück. Ursache waren durchgerostete Stahltrosse, was auf Schlampereien bei der Wartung hindeutete. Und das war kein Einzelfall, es gab davor eine ganze Serie von ähnlichen Ereignissen.

2021 forderte ein Seilbahnunglück in der Nähe von Stresa am Lago Maggiore vierzehn Todesopfer. Dies, weil eine Notbremse riss, die manipuliert worden war, um Wartungskosten zu sparen. Wenn man ein bisschen weiter zurückblickt, dann war Italien auch mit schrecklichen Brandkatastrophen konfrontiert, wie 1987 in einem Kino in Turin. Wegen verschlossener Notausgänge gelang vielen Besuchern die Flucht ins Freie nicht mehr. 64 Menschen starben damals im Flammeninferno.

Gerade Italien ist also das falsche Land, das der Schweiz punkto Kontrollen und fehlender Vorschriften Lektionen erteilen könnte.

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