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Crans-Montana: Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Barbetreiber Jacques Moretti

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Crans-Montana: Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Barbetreiber Jacques Moretti
Crans-Montana: Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Barbetreiber Jacques Moretti
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Rund eine Woche nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana geraten die Betreiber zunehmend unter Druck. Sébastien Fanti, ehemaliger Datenschutzbeauftragter des Kantons Wallis und heute Anwalt mehrerer Opferfamilien, bezeichnet den Betreiber Jacques Moretti als «zwielichtige Figur» und erhebt schwere Vorwürfe gegen die lokalen Behörden.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
A policeman of the Valais Cantonal Police secures the area in front of the blocked off 'Le Constellation' bar and lounge, where a fire broke out during New Year's celebration, in Crans-Montana, Switzerland, 02 January 2026
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Im Interview mit Le Parisien sagte Fanti: «Neun Jahre habe ich mich mit lokalen Behörden angelegt und konnte auch eine Reihe von Fehlern in Crans-Montana nachweisen. Ich kenne diese Leute in- und auswendig.» Besonders irritiert zeigt sich Fanti über die Herkunft von Morettis Vermögen. Der 49-jährige Korse habe Immobilien im Wert von mehreren Millionen Franken ohne Hypothek gekauft: «Ich habe Informationen, dass er hier Immobilien im Wert von mehreren Millionen Franken gekauft hat, ohne auch nur einen Franken Hypothek aufzunehmen.»

Der Barbetreiber, der bereits in Frankreich wegen Zuhälterei verurteilt wurde, soll laut Fanti auch in der Schweiz, in Frankreich und auf Korsika mehrere Konkursverfahren hinter sich haben. Die Herkunft seines Kapitals sei unklar – ein Missstand, der durch das Fehlen einer spezialisierten Geldwäschestelle im Wallis begünstigt werde. Auch mögliche Verbindungen zur organisierten Kriminalität schliesst Fanti nicht aus.

Zudem sei der Betrieb des «Constellation» wirtschaftlich kaum nachvollziehbar: Bei einer Monatsmiete von 40.000 Franken stelle sich die Frage, «wie viele Kaffees und Champagnerflaschen man verkaufen muss, um monatlich 40.000 Franken Miete zu bezahlen», so Fanti.

Er kündigt rechtliche Schritte gegen das Betreiberpaar sowie gegen Gemeindeverantwortliche an, zeigt sich jedoch skeptisch: «Das wird nicht passieren, weil hier alle gemeinsam Golf spielen. Aber wir werden es versuchen.»

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