Die Anwälte des Betreiberpaars der Bar «Le Constellation» haben die gegen ihre Mandanten erhobenen Vorwürfe nach der tödlichen Brandkatastrophe von Crans-Montana zurückgewiesen.
Die Rechtsvertreter erklärten gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS, Jessica und Jacques Moretti seien «tief erschüttert und entsetzt». Man habe sich bewusst erst jetzt öffentlich geäussert, aus Respekt gegenüber den Opfern und deren Angehörigen, sagte Anwältin Yaël Hayat.
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Konkret wiesen die Anwälte den Vorwurf zurück, ein Notausgang sei verschlossen gewesen. Dieser sei mit einem Panikgriff ausgestattet, der nicht blockiert werden könne, sagte Anwalt Nicola Meier. Die Frage der vorgeschriebenen Treppenbreite liege in der Verantwortung der Behörden; die Betreiber hätten sich an alle Vorgaben gehalten.
Auch Berichte, wonach Jessica Moretti mit der Kasse aus der brennenden Bar geflüchtet sei, bezeichnete Hayat als «Lüge» und «Verleumdung». Moretti sei vielmehr losgerannt, um die Feuerwehr zu alarmieren und den Sicherheitsdienst zu warnen.
Zudem erklärten die Anwälte, der Betreiber habe sich beim Händler ausdrücklich über die Eignung des verbauten Schaumstoffmaterials informiert. Die Gemeinde habe das Lokal mehrfach kontrolliert und die Dämmung nicht beanstandet.