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«Comeback der Kernkraft»: Amerikaner wollen deutsche AKW reaktivieren

Während Deutschland Milliarden in neue Gaskraftwerke investiert, denken amerikanische Nuklearunternehmen über eine Rückkehr der Kernenergie nach. Auf einer Konferenz in Berlin präsentierte der US-Nuklearingenieur Mark Nelson konkrete Pläne zur Wiederinbetriebnahme stillgelegter deutscher Atomkraftwerke, schreibt die Bild-Zeitung. Nelson, Gründer der Radiant Energy Group, sprach von der «günstigsten Art der Stromerzeugung» weltweit – mit den bereits abgeschriebenen deutschen Reaktoren.

MARTIN RUETSCHI / KEYSTONE
Eine Dampffahne aus verdunstetem Kuehlwasser stroemt am 12
MARTIN RUETSCHI / KEYSTONE

Laut Nelson könnten neun AKW kurzfristig reaktiviert werden. Der Vorwurf, Kernenergie sei zu teuer, sei entweder auf falsche Berechnungen zurückzuführen oder schlicht «gelogen». Hintergrund: Fossile Kraftwerke werden weiterhin subventioniert, während Ökostrom allein derzeit nicht ausreicht – im ersten Quartal 2025 deckten erneuerbare Energien lediglich 47 Prozent des deutschen Strombedarfs.

Fatih Birol, Präsident der Internationalen Energieagentur (IEA), unterstützt die Überlegungen zur Rückkehr der Kernkraft. Der Bild-Zeitung erklärte er: «Ein Comeback ist in jedem Fall möglich. Mein wirtschaftliches Verständnis sagt mir, dass ein Industrieland wie Deutschland speicherfähige Erneuerbare und Kernkraft brauchen wird.»

Auch die deutsche Bundesregierung zeigt Anzeichen einer Kursänderung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, sich für die Förderung sogenannter small modular reactors (SMR) aus EU-Mitteln zu öffnen. Kanzler Friedrich Merz plant, den Widerstand gegen die französischen Bemühungen zur Anerkennung der Kernenergie als nachhaltige Energieform in der EU-Taxonomie aufzugeben.

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