Am gestrigen Sonntagabend hatte die ARD-Talkerin Caren Miosga die Traumschiff-Darstellerin Collien Fernandes zu Gast – und damit fühlte man sich endgültig beim Goldenen Blatt angekommen.
Fernandes zieht bekanntlich gerade um die Häuser, um die Probleme ihrer inzwischen kaputten Ehe zu promoten. Bisweilen auch mit schusssicherer Weste, um dem Ganzen noch mehr Dramatik zu geben. Solidaritätsdemos sind ihr sicher. Doch bei Miosga wurde klar: Die Deepfake-Vergehen, um die sich die Proteste drehen und weswegen die Empörung hochschlägt, sind gar kein Teil der Causa Fernandes/Ulmen.
Screenshot ARD
Mal wieder heisst es: Alles nur geträumt. Die Potsdam-Lüge von Correctiv lässt grüssen.
Dass es nicht um Deepfakes gehe, baut Fernandes lapidar in einen Nebensatz ein. Stattdessen wiederholt sie das, was sie längst schon im Jahr 2019 öffentlich gemacht hatte: «Es wurden Fake-Profile auf Social Media auf meinen Namen angemeldet.» Wer dahintersteckt, ist ihr scheinbar nicht bekannt. Ex-Mann Christian Ulmen, den sie sonst deshalb in den Dreck zieht, nennt sie bei ihrem 15-minütigen Miosga-Auftritt kein einziges Mal.
Worum geht es also? Das sei «in den Einzelheiten nicht überprüfbar», konstatiert Miosga. Warum das Ermittlungsverfahren in Spanien ausgesetzt wurde, dem anderen Wohnsitz des einstigen Paares, wird auch nicht aufgeklärt. Und überhaupt: Es bleibt alles diffus.
Sicher hätte Ulmens Anwalt Christian Schertz Erhellung bringen können. Er hatte angeboten, in die Sendung zu kommen, doch das wurde abgelehnt mit der Begründung, die Runde sei voll. Überraschenderweise gab es dann doch noch einen freien Platz, für Theresia Crone, Klimaaktivistin und auch sonst Aktivistin für alles, was gerade angesagt ist. In einem Beitrag kam auch Josephine Ballon zu Wort, Geschäftsführerin bei der Denunzianten-NGO Hate Aid. Und natürlich durfte Justizministerin Stefanie Hubig nicht fehlen, die ja zu den Vorwürfen, die sich gerade in Luft auflösen, die passende Gesetzesverschärfung parat hat.
Sonst noch Fragen?