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China testet künstliche Intelligenz in der Verwaltung

China setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI) im öffentlichen Dienst. In der südchinesischen Metropole Shenzhen sind bereits siebzig «digitale Angestellte» im Einsatz, die Routineaufgaben übernehmen. «Diese neuen Kollegen ziehen kein Gehalt, zahlen keine Sozialversicherung und machen keine Pausen», berichten chinesische Medien über die KI-Programme, die in elf Bereichen der Verwaltung eingesetzt werden, darunter Dokumentenverarbeitung, Notfallmanagement und Investitionsförderung.

China testet künstliche Intelligenz in der Verwaltung

Die Effizienzsteigerungen sind laut Behörden beachtlich: «Die Bearbeitungszeit für personalisierte Dienstleistungen hat sich von fünf Tagen auf wenige Minuten verkürzt, die Fehlerquote liegt unter fünf Prozent», heisst es in einem Bericht von «ThinkChina».

Doch die Einführung von KI sorgt auch für Verunsicherung. «Wenn das so weitergeht, werde ich bald schlechter bewertet als mein KI-Kollege», zitiert die Zeitung einen besorgten Beamten. Andere kritisieren, dass die Maschinen unermüdlich und «absolut loyal gegenüber den Vorgesetzten» seien.

Offizielle Stellen betonen, dass die KI lediglich unterstützend eingesetzt werde und menschliche Arbeitsplätze nicht unmittelbar gefährde. «Die digitalen Angestellten sind Werkzeuge, die die Verwaltung effizienter machen, aber keine Entscheidungen treffen», erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung Futian. Dennoch sehen Experten langfristig eine Verlagerung von einfachen Verwaltungsaufgaben hin zu höherwertigen Tätigkeiten.

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