Mehrere Staatsspitzen gingen an der Uno-Generalversammlung in New York diese Woche scharf ins Gericht mit Israel.
Chiles Präsident Gabriel Boric verglich die israelischen Angriffe in Gaza mit dem Holocaust. «2025 haben Tausende unschuldige Menschen ihr Leben verloren, nur weil sie Palästinenser waren. Vor achtzig Jahren geschah das Gleiche. Millionen verloren ihr Leben, nur weil sie Juden waren.»
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Boric fordert, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt wird.
Kritik kam auch aus Katar. Israel hatte das Land jüngst bombardiert. Mit Blick auf Israel sagte Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, Emir von Katar: «Sie besuchen unser Land, um sodann Angriffe zu planen. Sie verhandeln mit Delegationen, um diese sodann zu ermorden. Ist das nicht die Definition einer Schurkenregierung?»
Marcelo Rebelo de Sousa, der Präsident von Portugal, wiederum kritisierte die USA, zu wenig Druck gegen Israel aufzusetzen, um eine Lösung des Konfliktes herbeizuführen. «Wir haben gewartet und gewartet und gewartet auf die Intervention der Mächtigsten der Welt.» Diese sei jedoch ausgeblieben.
Die Luft wird dünner für Israel. Das zeigte sich bei der Rede von Premierminister Benjamin Netanjahu. Als der israelische Regierungschef die Bühne betrat, verliessen unzählige Staatsvertreter den Saal.