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Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow fordert neue Nationalhymne – und stellt auch schwarz-rot-goldene Deutschlandflagge in Frage

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) fordert eine neue Nationalhymne für Deutschland. Demnach soll die «Kinderhymne» von Bertolt Brecht künftig die Funktion der bisherigen Nationalhymne übernehmen. «Ich kenne viele Ostdeutsche, die nichts mit der aktuellen Hymne anfangen können», sagte Ramelow der Zeitung Rheinische Post. Die Kinderhymne habe einen «wunderbaren Text» und eigne sich als gesamtdeutsche Variante.

HENDRIK SCHMIDT / KEYSTONE
ARCHIV - 09
HENDRIK SCHMIDT / KEYSTONE

Doch damit nicht genug. Ramelow will auch die schwarz-rot-goldene Flagge zur Abstimmung stellen. Zwar stehe diese historisch für die Absage an totalitäre Systeme, viele Menschen würden mit ihr aber fremdeln, so Ramelow. Er bezieht sich auf Artikel 146 des Grundgesetzes, der eine neue Verfassung durch Volksentscheid ermöglichen würde.

Bereits 2019 hatte Ramelow als Ministerpräsident von Thüringen eine neue Nationalhymne ins Spiel gebracht. Damals sorgte er damit für heftige Debatten. Nun legt er nach und fordert eine breitere Diskussion über nationale Symbole. Eine konkrete Initiative gibt es bislang nicht. Ramelow kündigte aber an, sich für eine Volksabstimmung einzusetzen.

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