Der Bundestag hat die Botschafter von Russland und Belarus von der zentralen Gedenkveranstaltung zum achtzigsten Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai ausgeschlossen. Dies teilte die Pressestelle des Bundestags der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mit. Man habe sich dabei auf eine Empfehlung des Auswärtigen Amts gestützt, das vor einer Teilnahme von Vertretern beider Länder an Gedenkveranstaltungen warnt.
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Zwar sei das gesamte diplomatische Corps grundsätzlich eingeladen worden, hiess es, doch habe man «die Einschätzung der Bundesregierung zur Einladung von Repräsentanten» berücksichtigt. «Diese Einschätzung führte dazu, dass unter anderem die Botschafter der Russischen Föderation und von Belarus nicht eingeladen wurden.»
Das Auswärtige Amt befürchtet laut DPA eine «Instrumentalisierung» des Gedenkens durch Russland im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine.