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Bundesrat Jans jubelt über sinkende Asylzahlen – obwohl weiterhin überdurchschnittlich viele Migranten in die Schweiz strömen

Der Asylminister Beat Jans hat eine sehr schlechte Angewohnheit. Kaum gehen die Asylzahlen ein wenig zurück, setzt er sich in den Medien prominent in Szene, um die ganze Geschichte noch schöner darzustellen, als sie tatsächlich ist.

Eine Kostprobe: Um der NZZ aufzuzeigen, dass die Entlastung im Asylbereich real ist, liess er zum Beispiel auch folgenden Satz fallen: «Letztes Jahr kamen rund 15 Prozent weniger Asylsuchende neu in die Schweiz, als wir erwartet hatten.»

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Bundesrat Beat Jans spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates zum Abschlussbericht der Expertengruppe und zum weiteren Vorgehen zu internationalen Adoptionen, am Mittwoch, 29
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Im Klartext: Der Asylminister feiert sich selber dafür ab, dass seine Migrationsbehörde zu Beginn des letzten Jahres eine krasse Fehlprognose abgegeben hat.

Es wird immer skurriler mit Asylminister Jans.

Tatsächlich kamen 8 Prozent weniger – und es ist trotzdem kein Grund zum Jubeln.

Die fast 28.000 Asylsuchenden, die im letzten Jahr hierzulande registriert worden sind, entsprechen einem der höchsten Werte, die man in den letzten Jahrzehnten erreicht hat.

Es gab auch weniger kontrollierte Ausreisen, und gestiegen ist ausserdem die Zahl abgewiesener Asylbewerber, von denen man nicht weiss, ob sie das Land verlassen haben oder einfach untergetaucht sind.

Sorry, aber das sind nun wirklich keine guten Nachrichten.

Entspannung geht anders, Herr Bundesrat Jans. Machen Sie endlich ihren Job richtig, und räumen Sie mit dem Asylchaos auf.

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