Da macht sich Beat Jans endlich auf die Reise, um mit Ägypten ein Migrationsabkommen zu unterzeichnen. Und was tut er auf der Hinreise? Er äussert gegenüber NZZ-Journalisten, die als eingebettete Reporter mit an Bord sind, etwas scheinheilige Bedenken, ob die Schweiz mit diesem Regime zusammenarbeiten solle – weil Ägypten als ein autoritärer Staat gilt und Präsident Abdel Fattah al-Sisi 2013 mit einem Militärputsch an die Macht kam.
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Was soll diese von Moralin triefende Heuchelei?
Wir haben ein grosses Problem mit Asylsuchenden und sind auf jede Hilfe angewiesen, welche die Völkerwanderung in Richtung Europa und der Schweiz abzubremsen vermag. Denn die Kosten dafür laufen aus dem Ruder.
Gefragt sind pragmatische Lösungen, also Realpolitik und keine linken Wohlfühl-Ideologien oder Moralvorstellungen, die uns ausser dem Applaus von ein paar Gutmenschen nichts bringen. Es geht um das Durchsetzen nationaler Interessen, auch im Asylbereich.
Wenn man hier das Problem ernsthaft lösen will, muss man autoritäre Regime ernst nehmen, ihnen auf Augenhöhe begegnen und entsprechende Deals aushandeln. Wer das nicht versteht oder wem das widerstrebt, der ist als Mitglied der Landesregierung ungeeignet.