SVP-Bundesrat Albert Rösti nahm diese Woche an der Ministerkonferenz der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris teil. Dabei stand vor allem das Thema Kernenergie im Mittelpunkt.
«Ich stelle hier in Paris im Gespräch mit vielen Energieministern fest, dass die Kernenergie an Bedeutung weltweit gewinnt», sagt der Schweizer Energieminister nach dem Treffen in einem Instagram-Post. Es sei klar, dass die Kernenergie ein Bestandteil der Versorgungssicherheit sei.
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Dass die Kernenergie als umweltfreundliche Bandenergie unverzichtbar ist, bleibt – mit Ausnahme von Deutschland – überall auf dem Planeten eine Binsenweisheit. In der Schweiz trug die Kernenergie im vergangenen Jahr etwa gut ein Viertel zur gesamten Stromproduktion bei.
Auch in diesen kalten Wintertagen, wo der Strombedarf gross ist, jedoch die Sonne hinter dicken Wolken versteckt bleibt und der Wind kaum weht, wäre die Kernenergie nebst der Wasserkraft nur durch umweltschädliche Gas- oder Kohlekraftwerke ersetzbar.
Bald wird sich zeigen, wie es das Bundesparlament mit seinem physikalischen Basiswissen hält. Während nebst dem Bundesrat auch die bürgerliche Mehrheit im Ständerat klar dafür ist, den Bau neuer Kernkraftwerke wieder zuzulassen, ist der Entscheid im Nationalrat offen.
Hier wird die Mitte-Partei ausschlaggebend sein. Ist die vormalige CVP endlich bereit, den Fehler ihrer früheren Bundesrätin Doris Leuthard zu korrigieren und aus dem Atomausstieg wieder auszusteigen? Und was sagt eigentlich der neue Parteipräsident Philipp Matthias Bregy dazu?