Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat mit der Vorbereitung weiterer Rückführungen afghanischer Staatsangehöriger begonnen. Laut NZZ traf in den letzten Tagen eine afghanische Delegation am Flughafen Genf ein, um vor Ort Identifizierungen vorzunehmen. Ziel sei es, mit Hilfe konsularischer Abklärungen Ersatzreisepapiere auszustellen und die Rückführungen zu ermöglichen.
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Insgesamt sollen sich derzeit rund zwanzig verurteilte Straftäter aus Afghanistan, die rechtskräftig des Landes verwiesen wurden, weiterhin in der Schweiz aufhalten. Zwölf Männer konnten nun in Genf mithilfe der Delegation identifizieren werden – elf davon mit einer rechtskräftigen Landesverweisung und zwei, die freiwillig zurückkehren wollen.
Bereits im April hatte das SEM entschieden, Wegweisungen nach Afghanistan unter bestimmten Bedingungen wieder aufzunehmen. Betroffen sind laut NZZ nicht vulnerable, männliche Personen mit sozialen Netzwerken in ihrem Herkunftsland. Zwei solcher Rückführungen wurden bislang rechtskräftig angeordnet.