Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Bürokratieabbau im Rückwärtsgang: EU produziert so viele Gesetze wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Bürokratieabbau im Rückwärtsgang: EU produziert so viele Gesetze wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr
Bürokratieabbau im Rückwärtsgang: EU produziert so viele Gesetze wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Statt weniger Regeln bringt die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen immer mehr neue Vorschriften auf den Weg. Im Jahr 2025 verabschiedete Brüssel insgesamt 1456 neue Rechtsakte – so viele wie seit 2010 nicht mehr. Das zeigt eine bisher unveröffentlichte Analyse des Industrieverbands Gesamtmetall, über die die Welt am Sonntag berichtet.

OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE
epa12566336 European Commission President Ursula von der Leyen rings the bell to officialy start the weekly meeting of the College of Commissioners, in Brussels, Belgium, 03 December 2025
OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE

Dabei hatte die Kommissionspräsidentin vor einem Jahr noch einen «beispiellosen Bürokratieabbau» versprochen. Die Realität sieht anders aus: Täglich sind es laut Gesamtmetall im Schnitt vier neue Vorschriften, mit denen sich Unternehmen auseinandersetzen müssen. «Viele Firmen kommen mit der Umsetzung kaum hinterher», sagt Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. «Das ist das Gegenteil von Bürokratieabbau.»

Besonders kritisch sehen Wirtschaft und frühere EU-Insider die sogenannten delegierten Rechtsakte. Mit ihnen kann die Kommission bestehende Gesetze eigenständig ergänzen – ohne Rücksprache mit Parlamenten oder Mitgliedsstaaten. Der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen spricht von einer «Grauzone» und warnt: «Da kommen Bürokraten zusammen und entscheiden etwas, das das Leben von Millionen Menschen betrifft.»

Schon in der ersten Amtszeit von der Leyens stieg die Zahl der Regelwerke deutlich. Doch 2025 markiert einen neuen Höchststand – und zeigt, wie weit Anspruch und Wirklichkeit in der EU-Kommission auseinanderklaffen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.