Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Brüssels Ex-Sozialkommissar: Ursula von der Leyens Führungsstil schadet Europa

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Brüssels Ex-Sozialkommissar: Ursula von der Leyens Führungsstil schadet Europa
Brüssels Ex-Sozialkommissar: Ursula von der Leyens Führungsstil schadet Europa
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die zentralisierte Machtfülle unter Ursula von der Leyen schadet Europa – das behauptet der frühere EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit. In einem Interview mit dem Portal Politico warf er der EU-Kommissions-Präsidentin vor, das Kollegium der Kommissare «weitgehend zum Schweigen gebracht» zu haben. Das Präsidialsystem, das von der Leyen etabliert habe, sei weder gut für die Kommission noch für Europa.

RONALD WITTEK / KEYSTONE
epa11183342 European Commissioner for Jobs and Social Rights Nicolas Schmit speaks during a debate on 'Need to overcome the Council deadlock on the platform workers directive' at the European Parliament in Strasbourg, France, 26 February 2024
RONALD WITTEK / KEYSTONE

Schmit, der von 2019 bis 2024 Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte war und zuletzt als Spitzenkandidat der Sozialisten für die Europawahl 2024 kandidierte, sieht ein grundlegendes Führungsproblem. Es fehle an «Strategie» und «Mut». Entscheidungen würden ohne echte strategische Debatte gefällt. «Wir hatten keine echte Strategie», sagte Schmit mit Blick auf die geopolitischen Herausforderungen während von der Leyens erster Amtszeit.

Besonders kritisch zeigte sich Schmit über den Umgang mit dem französischen Ex-Kommissar Thierry Breton, dem die USA wegen dessen Rolle bei der Regulierung von US-Techkonzernen ein Einreiseverbot erteilten. Die Kommission habe Breton nicht ausreichend verteidigt, obwohl er mit dem Digital Services Act (DSA) und dem Digital Markets Act (DMA) Gesetze durchgesetzt habe, die von allen 27 Kommissaren – inklusive von der Leyen – mitgetragen worden seien. «Hier hätten wir mehr Solidarität zeigen und sagen müssen: ‹Das sind wir alle.› Aber Mut ist in der Politik nicht immer gleichmässig verteilt», sagte Schmit.

Auch von der jüngsten Deregulierungsinitiative der Kommission, den sogenannten Omnibus-Paketen zur Entbürokratisierung, hält Schmit wenig. Der Vorgang sei übereilt, intransparent und erinnere in seiner Radikalität eher an «Trump-Politik», wie es auch Iratxe García von den Sozialdemokraten formuliert hatte.

Ein Sprecher der Kommission lehnte gegenüber Politico eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.