Ein propalästinensischer Protest hat die Eröffnung des traditionellen Weihnachtsmarktes in Brüssel massiv gestört. Wie Videos in den sozialen Medien zeigen, zogen am Wochenende Dutzende Demonstranten mit Palästina-Fahnen und rot-schwarz-grüner Pyrotechnik über das Gelände und verursachten Rauch sowie erhebliche Unruhe unter den Besuchern.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Die Gruppe, die sich auf Instagram unter dem Namen «brusselsagainstgenocide» organisiert, bezeichnete die Aktion als politische Botschaft an Bürgermeister Philippe Close. «Der Völkermord und die Besatzung dauern an. Wir werden uns weiterhin für alle Unterdrückten und alle Gefangenen einsetzen. Bis zur Freiheit für alle!», schrieb die Gruppe unter ein Video der Aktion. Close war zum Zeitpunkt der Proteste vor Ort, wie das Portal Apollo News berichtet.
Die belgische Hauptstadt war in den letzten Tagen bereits wegen anderer Kontroversen rund um den Weihnachtsmarkt in den Schlagzeilen. Nach der Umbenennung in «Plaisirs d’Hiver» sorgt in diesem Jahr auch eine neue Krippendarstellung für Diskussionen. Die Installation mit dem Titel «Stoffe der Geburt Christi» zeigt Jesus, Maria, Josef und weitere Figuren lebensgross, aber ohne Gesichter – gefertigt aus Leinen, Satin und recycelten Stoffen. Die pixelartige Gestaltung der Köpfe soll laut Veranstalter eine «inklusive Darstellung» ermöglichen. Nach Medienberichten wurde inzwischen der Kopf der Jesus-Statue entwendet.