Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen trotz Spannungen mit US-Präsident Donald Trump an dem transatlantischen Handelsabkommen festhalten. Bei einem Sondergipfel in Brüssel drängten sie darauf, den bereits ausgehandelten Deal zügig zu ratifizieren. «Es gibt ein Abkommen zwischen den USA und der EU. Wir sind verlässliche Partner, und solche Vereinbarungen sollten eingehalten werden», sagte ein EU-Vertreter zu Politico.
OLIVIER HOSLET / KEYSTONE
Der Gipfel war ursprünglich einberufen worden, um mögliche wirtschaftliche Gegenmassnahmen gegen die USA zu beraten. Hintergrund waren Trumps Drohungen mit Strafzöllen und seine Äusserungen zu Grönland. Nachdem der US-Präsident diese Drohungen jedoch zurückgenommen und stattdessen von einer Vereinbarung über erweiterte militärische Zugangsrechte gesprochen hatte, sehen mehrere Diplomaten den Weg für das Handelsabkommen wieder frei.
Bei einem Vorbereitungstreffen der EU-Botschafter gab es nach Angaben von Diplomaten keinen Widerstand dagegen, das Abkommen wie geplant in Kraft treten zu lassen. Unterzeichnet worden war es bereits im Juli von Trump und EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen.
Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Europäischen Parlament.