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Britische Behörde durchforstet soziale Medien mit künstlicher Intelligenz, um Steuerhinterzieher zu finden

Die britische Steuerbehörde HMRC setzt bei der Aufklärung mutmasslicher Steuerhinterziehung auf Künstliche Intelligenz (KI) – auch in den sozialen Medien. Das bestätigte ein Sprecher dem Sender BBC. Die Technologie werde ausschliesslich im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungen genutzt und stehe unter gesetzlicher Aufsicht.

OLIVER BERG / KEYSTONE
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OLIVER BERG / KEYSTONE

«Mehr Einsatz von KI ermöglicht es unseren Mitarbeitern, weniger Zeit für Verwaltungsaufgaben aufzuwenden und sich stärker auf die Unterstützung der Steuerzahler sowie die gezielte Bekämpfung von Betrug und Steuerhinterziehung zu konzentrieren», heisst es in einer Stellungnahme der Behörde.

Der Einsatz betrifft laut HMRC nicht die breite Bevölkerung, sondern lediglich Verdachtsfälle im Rahmen konkreter Ermittlungen. Bereits bisher hatten Regierungsbehörden in Grossbritannien öffentlich zugängliche Social-Media-Inhalte zur Überprüfung von Angaben über Einkommen oder Arbeitsunfähigkeit ausgewertet. Nun wird dieser Prozess offenbar teilautomatisiert.

Beobachter zeigen sich skeptisch. Chris Etherington, Steuerexperte bei RSM UK, warnt im Gespräch mit der BBC vor den Risiken automatisierter Analysen: «Es könnte zu Fällen von Verwechslung kommen – insbesondere bei gefälschten oder gehackten Profilen.» Auch sei menschliches Urteilsvermögen weiterhin unerlässlich.

Ein bekannt gewordener Fall betraf eine Frau, die Sozialleistungen wegen angeblicher Erkrankung bezog, aber in sozialen Medien ihre Teilnahme an Langstreckenläufen dokumentierte. Solche Widersprüche will HMRC künftig mithilfe von Algorithmen effizienter aufdecken.

Der Ausbau der KI-Nutzung geht nicht zulasten der Belegschaft: Die britische Regierung kündigte an, 5500 zusätzliche Mitarbeiter zur Steuerprüfung einzustellen.

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