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Brandkatastrophe von Crans-Montana: Neue Strafanzeige rückt Stiefsohn von Barbetreiber Moretti ins Zentrum

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Brandkatastrophe von Crans-Montana: Neue Strafanzeige rückt Stiefsohn von Barbetreiber Moretti ins Zentrum
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Neue Strafanzeigen im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana rücken den Stiefsohn des Barbetreibers ins Zentrum der Ermittlungen. Der Vater eines der Opfer wirft Jean-Marc Gabrielli vor, in der Unglücksnacht an der Verriegelung eines Fluchtwegs beteiligt gewesen zu sein.

Im Mittelpunkt steht eine Servicetür im hinteren Bereich der Bar «Le Constellation», die normalerweise offen ist. In der Brandnacht war sie jedoch verschlossen. Vertreter mehrerer Opfer vermuten, dass dies Gästen im Untergeschoss den Fluchtweg abgeschnitten haben könnte.

Jean-Christophe Bott/Keystone
Bar «Le Constellation»
Jean-Christophe Bott/Keystone

Wie der Tages-Anzeiger schreibt, hatte Barbetreiber Jacques Moretti den Vorfall zuvor anders erklärt. Ein Angestellter habe kurz vor dem Brand Eiswürfel in die Bar gebracht und dabei den Riegel der Tür geschlossen – aus ungeklärten Gründen. «Nach dem Drama erfuhren wir jedoch, dass ein Angestellter des Vieux Chalet, Adrien, Eiswürfel ins Constellation gebracht haben soll und – ohne dass man versteht, warum – den Riegel oben an der Tür geschlossen hat», sagte Moretti vor der Staatsanwaltschaft.

Die neuen Anzeigen stellen diese Darstellung infrage. Laut Aussage eines Sicherheitsmanns sollen Gabrielli sowie zwei weitere Personen beschlossen haben, mehrere Ausgänge zu verriegeln. Damit habe man verhindern wollen, dass Gäste ohne zu bezahlen in das Untergeschoss gelangen oder es verlassen.

Gabrielli bestreitet, eine offizielle Funktion gehabt zu haben. Er habe lediglich am Eingang gestanden, weil seine Freundin dort gearbeitet habe. Der Sicherheitsmann widerspricht jedoch. «Jean-Marc Gabrielli arbeitete ebenfalls im Constellation an diesem Abend. Er befand sich ebenfalls am Eingang der Veranda, überwachte die Eintritte und kümmerte sich um die Kasseneinnahmen.»

Videoaufnahmen der Kantonspolizei scheinen diese Version zu stützen. Kurz vor Ausbruch des Feuers standen demnach drei Personen am Eingang und kontrollierten die Gäste – darunter auch Gabrielli. Wenige Minuten später brach im Untergeschoss ein Feuer aus. Rauch und Flammen breiteten sich rasch aus, Panik brach aus. Ob die verriegelte Tür die Flucht zusätzlich erschwerte, ist nun Gegenstand der strafrechtlichen Untersuchungen.

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