Sechs Menschen sind am Dienstagabend bei einem Busbrand in Kerzers gestorben, fünf wurden verletzt. Ein «randständiger» und «psychisch angeschlagener» Mann aus der Schweiz soll sich selbst und damit das Postauto in Brand gesetzt haben. Kantonsregierung, Polizei und Staatsanwaltschaft informierten am Mittwoch in einer sehr professionellen und doch sehr unheimlichen Routine über den Vorfall in der tiefen Provinz dieses Landes. Es schien, als hätten die Behörden von der Brandkatastrophe von Crans-Montana bereits gelernt.
Alessandro della Valle/Keystone
Ein Brand in einem Bus, ein Brand in einer Bar, 47 Tote bei zwei Infernos in diesem noch jungen Jahr. Dass sich die Vorfälle jeweils in einem Kontext zugetragen haben, bei dem man es am wenigsten erwarten würde, beim Feiern und beim alltäglichen Nahverkehr, rüttelt kräftig am Selbstverständnis, doch eigentlich in einem sicheren Land zu leben. Erneut wird es Bundespräsident Guy Parmelin sein, der den Angehörigen seine Beileidsbekundungen überbringt und der Nation gut zureden muss. Wichtige Worte, die nicht zur Gewohnheit werden dürfen.