Die US-Börsen sind am Montag deutlich eingebrochen, nachdem ein Bericht des Finanzforschungs-Unternehmens Citrini Research neue Ängste vor den wirtschaftlichen Folgen künstlicher Intelligenz geschürt hat. Dies berichtet das Wall Street Journal.
In der 7000 Wörter langen Analyse warnt das Research-Haus vor einer «globalen Informationskrise». Wörtlich heisst es: «Über die gesamte moderne Wirtschaftsgeschichte hinweg war menschliche Intelligenz der knappe Produktionsfaktor. Wir erleben nun, wie sich dieser Knappheitsaufschlag auflöst.» Es handle sich ausdrücklich um ein Gedankenspiel, nicht um eine Prognose.
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Der Markt reagierte empfindlich. Der Dow Jones Industrial Average verlor 1,7 Prozent oder 822 Punkte. Der S & P 500 sank um 1 Prozent, der Nasdaq Composite um 1,1 Prozent. Besonders stark unter Druck gerieten Technologiewerte. International Business Machines (IBM) brach um 13 Prozent ein – der stärkste Tagesverlust seit dem Jahr 2000. Finanzwerte wie American Express, KKR und Blackstone gaben ebenfalls nach.
Parallel sorgte neue handelspolitische Unsicherheit aus Washington für zusätzlichen Druck. US-Präsident Donald Trump kündigte an, einen globalen Zollsatz auf 15 Prozent anzuheben. Strategen mahnten zur Zurückhaltung. «Wir raten Anlegern, nicht übermässig auf Schlagzeilen zu reagieren», erklärte Angelo Kourkafas von Edward Jones.
Am Anleihemarkt suchten Anleger Sicherheit. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,026 Prozent. Gold verteuerte sich um 2,9 Prozent auf 5204,70 Dollar je Feinunze, Silber um 5,2 Prozent.